18. SoloDuoFestival nrw + friends Internationales Tanzfestival

Barnes Crossing 29. bis 31. Mai 2026

 

Tickets 29.05.2026  https://rausgegangen.de/events/soloduo-festival-new-friends-0/
Tickets 30.05.2026  https://rausgegangen.de/events/soloduo-festival-new-friends-1/
Reservierung Preisverleihung 31.05.2026: https://rausgegangen.de/events/soloduo-festival-nrw-friends-0/

 

SoloDuoFestival nrw + friends

Das SoloDuoFestival nrw + friends ist seit 2009 ein jährliches, internationales Tanzfestival, das sich der Präsentation zeitgenössischer Tanzproduktionen widmet – mit besonderem Fokus auf emerging Künstler:innen. Das Festival bietet eine einzigartige Plattform für Nachwuchschoreograf:innen, fördert den künstlerischen Austausch der internationalen Teilnehmer*innen sowie zwischen Teilnehmenden und professionellen Tanzschaffenden und schafft Karrierechancen.

Das Festival zeigt jährlich jeweils 8 – 10 zeitgenössische Solo-Choreografien mit einer maximalen Länge von 6 Minuten und Duo-Choreografien mit einer maximalen Länge von 9 Minuten. Wir begrüßen internationale Bewerbungen, insbesondere auch mixed-abled Produktionen. Jeweils 2 Duos und 3 Soli werden von der internationalen Jury aus dem Programm ausgewählt um entweder an internationalen Festivals von Kooperatonspartnerorganisationen teilzunehmen oder von einer mehrwöchigen Residenz im “Quartier am Hafen” zu profitieren.

Vom 29. bis 31. Mai 2026 findet bereits zum 18. Mal das Internationale SoloDuoFestival nrw + friends statt. Veranstaltet wird das Festival von Barnes Crossing – Freiraum für TanzPerformanceKunst, dass seit zwei Jahrzehnten eine wichtige Plattform für zeitgenössischen Tanz und Performance bietet.

Auch in diesem Jahr unterstreicht das Festival seine internationale Bedeutung: über 150 Bewerbungen gingen aus 18 Ländern ein, darunter Frankreich, die Niederlande, Brasilien, Taiwan, Polen, Italien, Finnland, Israel, Südkorea, Tschechien, Griechenland, die Schweiz, Belgien, Spanien, die USA, Portugal, England und Schweden und Deutschland.

 

PROGRAMM – PDF zum herunterladen

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Reihenfolge Aufführungen

Freitag 29.05.2026, 20:00h
Künstler*in Titel Solo/Duo Ort
Vignesh Kumar Gnanasekaran i Solo Hamburg
Chen Xindi & Zhang Aoran Paper and Recycle duo Essen
Nadine Kribbe IN VOIDS solo Köln
Shauna Fischer, Merel Bastiaans Project G2 Post Traumatic Femtasy Duo Essen
PAUSE  
Aleksandra Krutikova human solo Essen
Cilai Herrmann this is not an accident solo Köln
Giacomo Liam Durante and Sofie Sochorcová Dustkind Duo Rotterdam (NL)
Leonie Greta Hardt Sorry, one more thing solo Freiburg i.B.

 

 

 

 

Samstag 30.05.2026
Künstler*in Titel Solo/Duo Ort
Veera Laurila A meat suit, snapping and twisted, please solo Budapest (Ungarn)
Hugo Prunet, Elena Trägler inBetween duo Lüneburg
Klil Ela Rotshtain I could also be a black swan Solo Kassel
Einav Berkovich The skin remembers solo Berlin
Julia Litwin & Julia Bentkowska Trofea duo Poznan (Poland)
PAUSE  
Bo-Jia Huang Immortal 萬神廟 solo Linz (Austria)
Francesco Paolino, Tom Blanc MUGA duo Rotterdam (NL)
Laura Arend GAL solo Bois Colombes (France)
Karel KOUELANY BOLOKO solo Vitry-sur-Seine (France)

 

Veranstalterin
Barnes Crossing | Freiraum für TanzPerformanceKunst im Kunstzentrum Wachsfabrik
Industriestraße 170
50999 Köln-Rodenkirchen
www.barnescrossing.de

 

Kooperations-Partner Quartier am Hafen, Köln

Förderungen: Das Festival wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln und die Kunstsalon Stiftung Köln.

 

Weitere Informationen folgen in Kürze auf der Webseite unter: https://barnescrossing.de/soloduo/

Pressekontakt:
Mechtild Tellmann, kultur@mechtild-tellmann.de, +49 171 3857031

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 Team:
Künstl. Leitung: Ilona Pászthy, Gerda König
Festivalassistenz: Even Wainscoat, Joschka Heed
Auswahljury: Diana Treder, Ilona Pászthy
Grafik: miegL
Jury: Vivianne Rodrigues del Britto (NL), tba., tba.,
Technik: Garlef Keßler
tontechnische Assistenz: Simeon Kuhn
P+Ö-Arbeit: Mechtild Tellmann
Workshopleitung: Yvonne Hardt, Nina Patrizia Hänel
Foto-/ Videodok.: Alessandro de Matteis

Die Jury für die Preisvergabe befindet sich derzeit noch in der finalen Besetzung. Bereits bestätigt ist die niederländische Künstlerin Vivianne Rodrigues del Britto.

Neben den Wettbewerbsbeiträgen bietet das Festival ein vielfältiges Begleitprogramm, das den künstlerischen Austausch in den Mittelpunkt stellt. Diskussionsrunden zwischen Teilnehmenden und Jury eröffnen Raum für Reflexion und Vernetzung. Ergänzt wird das Programm durch zwei Workshops: Am Samstag leitet Yvonne Hardt eine Diskursrunde zu aktuellen tanzpolitischen Fragen, am Sonntag gibt Nina Patrizia Hänel einen Praxisworkshop im Bereich Tanz.

 

Auszeichnungen und Förderpreise

Das SoloDuoFestival nrw + friends vergibt 2026 folgende Preise:

  • awarded Solo: 400 € sowie ein Residenzstipendium im Quartier am Hafen
  • awarded Duo: 800 € sowie ein Residenzstipendium im Quartier am Hafen
  • awarded Newcomer Solo: 400 €
  • awarded Newcomer Duo: 800 €
  • awarded dancer: 400 €

Darüber hinaus wird ein weiterer Residenzplatz an eine von der Jury ausgewählte Produktion vergeben. Alle Preise werden von der KunstSalon Stiftung Köln in Kooperation mit dem Quartier am Hafen gestiftet.

 

Barrierefreiheit als gelebter Anspruch

Dank erneuter Förderung durch die Stadt Köln können auch 2026 umfassende Zugänglichkeitsformate angeboten werden. Dazu zählen unter anderem Audiodeskriptionen (nach Anmeldung), ein Abholservice von der nächstgelegenen Bahnhaltestelle sowie spezielle Angebote für gehörlose Menschen. Die Veranstaltungsstätte ist vollständig barrierefrei – das Festival versteht sich damit als inklusives Kulturangebot für alle.

Ein Audioflyer findet sich zeitnah auf der Webseite.

 

Jubiläum: 20 Jahre Barnes Crossing

Im Jahr 2026 feiert Barnes Crossing sein 20-jähriges Bestehen. Das Festival ist Teil dieses Jubiläumsprogramms und wird den Anlass mit besonderen Akzenten begleiten. Besucher*innen dürfen sich insbesondere im Rahmen der Preisverleihung auf zusätzliche Programmpunkte und Überraschungen freuen.

Detaillierte Informationen zu den ausgewählten Solo- und Duo-Produktionen sind im Anhang beigefügt.

 

Praktische Informationen:
Wettbewerb Aufführungen:

  • Freitag, 29.05.2026, 20:00h
  • Samstag, 30.05.2026, 20:00h

Preisverleitung

  • Sonntag, 31.05.2026, 15:00h

 

Tickets
Tickets 19,00€/ ermäßigt 12,00€ / 6,00 € mit Tanzcard (Studierende des ZZT) pro Festivaltag (beschränkte Platzverfügbarkeit), alle Preise zzgl. VVK-Gebühr Preisverleihung: Eintritt frei
Tickets über rausgegangen.de (den Link zum Ticketing finden Sie in Kürze unter https://barnescrossing.de/soloduo/

oder an der Abendkasse (wir empfehlen vorherige Reservierung unter Angabe des Namens, Adresse und Telefonnummer, da nur ein geringes Kartenkontingent im freien Verkauf zur Verfügung steht.  Tel.: 02236-963588, barnescrossing@web.de

Teilnehmende Internationalen SoloDuoFestival nrw + friends
BarnesCrossing, Köln, 29. – 31. Mai 2026

 In Aufführungs-Reihenfolge

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Freitag, 29.05.2026

Titel, Ort, Solo/Duo Choreographer / Dancer Content Vita

i (Hamburg, Germany)

SOLO

Choreographer / Dancer: Vignesh Kumar Gnanasekaran i ist eine reflektierende Soloarbeit über Menschsein und persönliche Identität. Vignesh Kumar Gnanasekaran untersucht, wie die eigene Vergangenheit und biologische Ausstattung gleichzeitig Einzigartigkeit und Allgemeingültigkeit formen. Das Solo setzt sich mit menschlichen Emotionen und Erfahrungen auseinander, um Selbstverständnis zu vertiefen – und dabei vielleicht auch das Verständnis für andere zu erweitern. Die Arbeit markiert den Beginn einer fortlaufenden, persönlichen Bühnenreise. Vignesh Kumar Gnanasekaran – zeitgenössischer Tänzer und Choreograf aus Indien, derzeit in Hamburg tätig und in Ausbildung an der Contemporary Dance School Hamburg. Auftritte in Indien, Deutschland und China, u. a. in Musical-Theater, zeitgenössischen Arbeiten und internationalen Tourneen. Arbeit auch in Film, Musikvideos und kommerziellen Projekten (u. a. Byredo, Netflix India). Ausbildung: Navdhara India Dance Theatre (zeitgenössischer Tanz und Ballett), The Danceworx, Delhi (Multi-Style). Mehrjährige Erfahrung als Tanzlehrer, aktuell im professionellen Ballett-Ausbildungsprogramm. Fokus: Technik, Storytelling und künstlerische Forschung im zeitgenössischen Tanz.

Paper and Recycle (Essen, Germany)

DUO

Choreographer / Dancer: Zhang Aoran, Chen Xindi

 

Inspiriert von Kindheitserinnerungen, Cartoons und Spielen wie Verstecken entfaltet sich ein Duett zwischen Ordnung und Chaos: Während eine Performerin Spuren hinterlässt, versucht die andere, diese zu beseitigen.

Ihre Begegnung wird zu einem fortlaufenden Aushandlungsprozess aus Verfolgen, Verfehlen und Reagieren. Ein imaginärer Schatten tritt als dritte, nie ganz greifbare Präsenz hinzu. Aus einfachen, fast spielerischen Handlungen entsteht ein Kreislauf aus Fürsorge, Ermüdung und Beharrlichkeit.

Die Arbeit untersucht, wie sich Beziehungen zwischen Fürsorge, Widerstand, Abhängigkeit und Rückzug verschieben – und wie kindliche Bewegungsmuster unser Handeln bis ins Erwachsenenalter prägen. Ein leises, zugleich irritierendes Spiel ohne Auflösung.

Zhang Aoran ist Tänzerin und aufstrebende Choreografin. Nach ihrem BA an der Beijing Dance Academy (Chinese Folk Dance, Jahrgangsbeste) studiert sie derzeit MA Dance Composition an der Folkwang Universität der Künste. Ihre Arbeit verbindet traditionelle chinesische Tanztechniken mit zeitgenössischer Praxis.

Chen Xindi (Cindy) ist Tänzerin, Choreografin und Performerin im Bereich zeitgenössischer Tanz und Improvisation. Mit MA-Abschluss der Beijing Dance Academy und starkem Fokus auf Contact Improvisation arbeitet sie an der Schnittstelle von Performance, Forschung und Lehre; ihre Arbeiten wurden international gezeigt.

 

 

 

IN VOIDS (Cologne, Germany)

SOLO

Choreographer / Dancer: Nadine Kribbe IN VOIDS erforscht die Grenzen zwischen Selbst und Anderen in Räumen ohne Anfang oder Ende. Nadine Kribbe betrachtet den Körper als Teil einer Welt voller Gewissheiten, zugleich aber auch als in den „Leerräumen“ – den schönsten Orten des Nichts – verankert. Die Arbeit lädt das Publikum ein, ein Gefühl von Autonomie und getrennter Existenz innerhalb von Beziehung und Raum zu erleben.

Nadine Kribbe – Tänzer:in, Choreograf:in und Suchende: Kind der Arbeiterklasse, derzeit Studium am ZZT Köln. Bewegungsarbeit zwischen Sagbarem und Unsagbarem, aktueller Zyklus thematisiert Baustellenbilder und mögliche Körper darin. Zusammenarbeit mit Boris Charmatz / terrain / Tanztheater, Patricia Mai, Narendra Patil, Panzetti & Ticconi, thar-bedragons.

 

Project G2 Post Traumatic Femtasy (Essen, Germany)

DUO

Choreographer / Dancer: Tabea Jung / Shauna Fischer, Merel Bastiaans

 

Project G2 oder Post Traumatic Femtasy ist ein intimes Duett über weibliches Begehren im Spannungsfeld von Scham, patriarchalen Prägungen und gesellschaftlichen Narrativen. Zwischen Sinnlichkeit, Verletzlichkeit und Widerstand hinterfragt das Stück, wie Lust und Fantasie jenseits von Kontrolle und männlichem Blick neu gedacht werden können.

Für eine 360°-Situation entwickelt, bringt die Arbeit Performerinnen und Publikum in unmittelbare Nähe – und macht Begehren als körperlich erfahrbaren Aushandlungsraum sichtbar.

 

Tabea Jung ist Choreografin und Tänzerin aus Essen (BA Tanz, Folkwang Universität der Künste). In ihren Arbeiten verbindet sie persönliche, politische und feministische Themen mit einer energetischen, oft ironischen Bildsprache. Ihre Arbeiten wurden u. a. am Tanzhaus NRW, beim Schrittmacher Festival und im Kontext der Berlin Fashion Week gezeigt.

Merel Bastiaans ist niederländische Tänzerin (BA Folkwang). Sie arbeitete mit internationalen Choreograf:innen wie Sasha Waltz und Stephanie Lake und entwickelt zunehmend eigene Arbeiten.

Shauna Fischer ist Tänzerin aus Essen und studiert Tanz an der Folkwang Universität der Künste. Sie war u. a. bei den Ruhrfestspielen, am Tanzhaus NRW und im Rahmen der Berlin Fashion Week zu sehen.

 

 

PAUSE  

Re: human (Essen, Germany)

SOLO

Choreographer / Dancer: Aleksandra Krutikova In Re: human präsentiert Aleksandra Krutikova ein kurzes, hochintensives Solo. Präzise, schnelle Bewegungen erzeugen das Bild eines nicht-menschlichen Wesens: einer „Mädchen-Maschine“ am Limit. Unaufhörlich in Bewegung, kämpft und arbeitet sie ohne Pause, unfähig zu atmen oder stillzustehen, und erzeugt so eine raue, fokussierte Energie, die das Publikum unmittelbar erfasst.

Aleksandra Krutikova – Tänzerin und Choreografin mit über 20 Jahren Bühnenpraxis in Performance, Choreografie und Lehre. Arbeitsschwerpunkte: künstlerische Forschung, Integration von Musik, Film und visuellen Medien. Erfahrung u. a.: Streetdance Battles (Hip-Hop, Waacking, Vogue, Popping, Locking, House) in Russland; Dancer bei Fominykh Dance Company; zeitgenössische Workshops; BA Folkwang University of the Arts (2019–2023) mit Solo- und Duoarbeiten, Tanzfilmen und Newnow Festival; freiberufliche Arbeit in interdisziplinären Projekten, u. a. Dortmunder U, Zusammenarbeit mit deufert&plischke, Richard Siegal. MA in Choreografie, Deutschland. Kollaborationen mit Jason Jacobs, Lutz Förster, Katja Taranu, Matthias Markstein.

 

this is not an accident (Cologne, Germany)

SOLO

 

Choreographer / Dancer: Cilai Herrmann

 

In this is not an accident verbindet Cilai Herrmann die Metapher eines Flusses mit dem eigenen Körper: einst ungezähmt und vielfach, jetzt kanalisiert und diszipliniert – wie der Rhein, an dessen Ufern Cilai aufwuchs. Das Solo ist eine Choreografie des Widerstands, die die verlorenen, queeren Spuren des Flusses erforscht. Durch Gesang, Loops, Storytelling und Elemente von Drag stellt die Arbeit Fragen nach der Rückgewinnung von Fluidität und Vielfalt in einem Umfeld, das Bewegung in binäre Normen zwängte.

Cilai Herrmann (they/them) – Tänzer:in, Choreograf:in und Facilitator:in, tätig in Theater, Galerien und im Freien. Studium Dance Performance an der Stockholm University of the Arts (SKH) und Berlin University of the Arts (UDK). Arbeiten u. a.: Der Wohlstand ist ausgebrochen, Let us be the second body. Zusammenarbeit mit Amanda Piña, Thiago Granato, Hooman Sharifi, Stephanie Thiersch und Ana Libório. Mitbegründer:in von Rhizome Dance Collective und Sympoietic Society; Ausstellungen und Residenzen: HIAP, Saari Residency. Leitung von Workshops zu Kontamination, Kompostierungsprozessen und multispezies Körperpraktiken.

 

Dustkind (Rotterdam, Niederlande)

DUSTKIND

DUO

Choreographer & Dancer: Giacomo Liam Durante, Sofie Sochorcová

Dustkind ist ein Duett, das durch einen Teppich zum Trio wird. In einer ruhigen, geheimnisvollen Atmosphäre erforschen die Performer:innen den Raum zwischen sich, die Grenzen des Teppichs und die offene, unbegrenzte Außenwelt.

Der Teppich fungiert als Metapher für Territorium und Begrenzung. Die Arbeit stellt Fragen nach Zugehörigkeit und Veränderung: Was geschieht, wenn wir vertraute Räume verlassen? Dustkind lädt das Publikum ein, die Choreografie als Spiegel eigener Emotionen zu lesen und versteht Raum letztlich als etwas, das durch Beziehungen entsteht – nicht durch physische Grenzen.

 

Giacomo Liam Durante – Tänzer und Choreograf, Ausbildung an der CFA Ballet Academy (Mailand) und The Bridge Pigato Contemporary (Vicenza), derzeit Bachelorstudium an Codarts Rotterdam. Auftritte und Lehrtätigkeit bei internationalen Galas; Zusammenarbeit u. a. mit Stefania Pigato, Sergei Vanaev, Marguerite Donolon und Rambert.

Sofie Sochorcová – Tänzerin, Ausbildung am National Dance Conservatory CZ und derzeit Studium an Codarts Rotterdam. Mehrfach ausgezeichnete Choreografin (Brno, „On Point“ 2023), Performances u. a. im Duett Related sowie Zusammenarbeit mit Anne Plamondon und Jiří Pokorný.

 

Sorry, one more thing (Freiburg i.B. Germany)

SOLO

 

Choreographer / Dancer: Leonie Greta Hardt In Sorry, one more thing arbeitet Leonie Greta Hardt mit strukturierter Improvisation rund um vier Adjektive: unvorhersehbar, tollpatschig, rau und laut. Das Solo erforscht den Akt des Sich-Zeigens und der Offenbarung vor Publikum. Die Performerin wechselt zwischen alltäglichen Geschichten, schambesetzten Momenten und scheinbar privaten Gedanken. Sprache ist ein zentrales Element und spiegelt die körperliche Bewegung wider: holprig, unterbrochen und wiederholt abgebrochen, mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Die Bewegung folgt keiner glatten Kontinuität, sondern formt durch abrupt wechselnde Themen, Qualitäten und Emotionen eine fließende Struktur ohne festes Narrativ. Leonie Greta Hardt – Performer:in, Theaterpädagogin und Kulturanthropologin aus Freiburg im Breisgau. Derzeit Tanzstudium im zweijährigen Programm bei bewegungsart e.V. Schwerpunkte: Improvisation, dokumentarischer Tanz, Verhältnis von Bewegung und Theatralik, Inszenierung von Intimität und Exponiertheit auf der Bühne. Co-Kreationen u. a. Großmütterzählen (2023) und Blickdichte Vorgänge (2022).

 

 

 

 

Samstag, 30.05.2026

Titel, Ort, Solo/Duo Choreographer / Dancer Content Vita

A meat suit, snapping and twisted, please (Budapest, Hungary)

SOLO

Choreographer / Dancer: Veera Laurila

 

In A Meat Suit, Snapping and Twisted, Please verwandelt Veera Laurila die Schmerzen und Schwächen des Körpers in Ausdrucksmittel. Diese vermeintlichen Grenzen werden zu Assets, die es ermöglichen, Klang, Form und Bewegung auf neue Weise zu erforschen. In einer sich wiederholenden Struktur wechseln sich scharfe, kontrollierte Gesten mit Momenten der Kontrolllosigkeit ab und öffnen den Körper für Richtungen, die sonst oft unterdrückt bleiben.

Das Solo erkundet körperliche Extreme und die poetische Kraft von Verletzlichkeit, indem es das Publikum in eine physische und emotionale Grenzerfahrung mitnimmt.

 

Veera Laurila – Tänzerin und Choreografin, BA und MA Contemporary Dance am Budapest Circus Arts and Contemporary Dance College (2023). Performances u. a. This is how we walk (New Generation Festival, Prag 2025), Medúza (Zsuzsa Rósavölgyi, Trafó Budapest 2025), Si’tuf & Here & Now – Season 2 (Share Festival, Bratislava 2024). Teilnehmerin der International Dance Week, Budapest (2024).

inBetween (Lüneburg, Germay)

DUO

Choreographer / Dancer: Hugo Prunet, Elena Trägler

 

inBetween ist ein poetisches Duett über Übergänge, Schwebezustände und das Verschwimmen von Grenzen. Zwischen Anfang und Ende, Erinnerung und Präsenz entfaltet sich ein fließender Bewegungsraum, getragen von Atem, Rhythmus und stiller Verbundenheit.

In einer atmosphärisch dichten Bühnenwelt lädt das Stück zu einem meditativen Zustand ein – einem „Blue Mind“, in dem sich Körper, Zeit und Wahrnehmung sanft verschieben. Eine leise Reflexion darüber, was wir festhalten und was wir loslassen.

 

 

Hugo Prunet (*1997, Frankreich) ist Tänzer und Choreograf mit Hintergrund in klassischem und zeitgenössischem Tanz. Engagements führten ihn u. a. an die Delattre Dance Company, das Harztheater und das Theater Lüneburg; seine Arbeit ist zudem von visueller Kunst und Fotografie geprägt.

Elena Trägler (*2001, Deutschland) ist Tänzerin und Choreografin mit Ausbildung u. a. in Nürnberg und an der Royal Swedish Ballet School. Sie arbeitete freischaffend sowie am Theater Lüneburg und verbindet ihre künstlerische Praxis mit sozialem Engagement und einem Studium der Politikwissenschaft.

 

I could also be a black swan (Kassel, Germany)

SOLO

Choreographer / Dancer: Klil Ela Rotshtain In I could also be a black swan untersucht Klil Ela Rotshtain die inneren Dialoge des Selbst und die unterschiedlichen Persönlichkeiten, die in uns wohnen. Das Solo baut eine Brücke zwischen körperlicher Präsenz und den vielfältigen inneren Charakteren, die koexistieren wollen. Es geht darum, mit dem Unvollkommenen Frieden zu schließen, das Verborgene zu zeigen und die Erwartung zu durchbrechen, sich entschuldigen zu müssen. Eine poetische Erforschung von Identität, Innerlichkeit und Selbstakzeptanz. Klil Ela Rotshtain – Tänzerin und Performerin aus Nordisrael, derzeit in Deutschland ansässig. Ausbildung an der Tanzschule des Kibbutz Gaa’ton, Teilnahme am KCDC Excellence Program und Haifa Centre of Excellence in Dance. Fortsetzung der Ausbildung im „Maslool“-Programm, Tel Aviv, unter Offir Dagan und Niv Marinberg. Internship und Festanstellung bei Tanz_Kassel, Deutschland. Stipendien und Auszeichnungen u. a. Szloma-Albam Foundation Berlin (2022), A.I.C.F Scholarship USA-Israel Culture Foundation (2020/2021), „Young Talent“-Award Fördergesellschaft Staatstheater Kassel (2025).

The skin remembers (Berlin, Germany)

SOLO

Choreographer / Dancer: Einav Berkovich In The Skin Remembers untersucht Einav Berkovich die Rolle von vererbtem Erbe und Identität, verankert in Muskelgedächtnis und Unterbewusstsein. Das Solo fragt, wie wir uns selbst definieren können, wenn wir bereits voller gegebener Informationen sind. Die Arbeit reflektiert den inneren Konflikt zwischen dem Organisieren, Loslassen und Transformieren von Erinnerungen und Körperwissen. Durch das Bild des Körpers als Speicher – „die Haut erinnert“ – entfaltet sich eine Reise von Anonymität über das Ablösen alter Muster hin zur Selbstfindung. Das Solo lädt das Publikum ein, über Generationen hinweg über das Tragen und Neudeuten von Vergangenheit nachzudenken.

Einav Berkovich – Tänzerin und Choreografin, Israel/Deutschland. Schöpfung und Performance von The Skin Remembers (2025–heute), ausgezeichnet mit „Best Creation“ und „Audience Award“ beim Solocoreografico International Solo Dance Festival (Torino & Frankfurt, 2025). Frühere Arbeiten: In Fieri (2023–2024), Improvisations-Duett in Kooperation mit TANZ_KASSEL, Yossi (2020–2023), Mata Mala Festival Tel-Aviv, Tel-Aviv Jaffa White Night Festival. Engagements als Tänzerin und Mitgestalterin in Produktionen wie Notturno (2025–2026, Veronika Riz), Shame (2024–2025, Cooperativa Maura Morales), Winterwende und The Nutcracker (TANZ_KASSEL). Ausbildung: The Maslool School of Contemporary Dance, Tel-Aviv-Jaffa.

 

 

Trofea (Poznan, Poland)

DUO

 

Choreographer / Dancer: Julia Bentkowska, Julia Litwin

 

Julia Litwin & Julia Bentkowska zeigen in Trofea ein Duett über Macht, Beobachtung und Wertzuweisung in Natur und Gesellschaft. Inspiriert von Fragen wie „Was ist eine Trophäe?“ und „Was darf genommen werden, was bleibt erhalten?“, erforschen die Tänzerinnen die Dynamik von Jäger:innen, Beute und gesellschaftlichen Spiegelungen solcher Ordnungen. Trofea verbindet konzeptuelle Forschung mit körperlicher Ausdruckskraft und lädt das Publikum zu einem sensiblen, nachdenklichen Erleben ein.

Julia Litwin & Julia Bentkowska sind Tänzerinnen und Choreografinnen aus Polen mit fundierter Ausbildung in zeitgenössischem Tanz (u. a. Akademie für Körperkultur in Poznań, ImPerfect Dancers Company, Pisa). Beide arbeiteten mit zahlreichen polnischen und internationalen Choreograf:innen und präsentierten ihre Arbeiten auf verschiedenen Bühnen und Festivals.

Als künstlerisches Duo verbinden sie Bühnenerfahrung mit konzeptueller Recherche zu den sozialen, emotionalen und philosophischen Dimensionen von Tanz. Ihr gemeinsames Stück Trofea (2025) wurde zu renommierten Festivals in Polen eingeladen und geht 2026 international auf Tour, u. a. zum SoloDuo Dance Festival in New York.

 

 

PAUSE  

Immortal 萬神廟 (Linz, Austria)

SOLO

Choreographer / Dancer: Bo-Jia Huang

In Immortal 萬神廟 entführt Bo-Jia Huang das Publikum in eine ruhige, ätherische Welt, inspiriert von chinesischer Philosophie, Ästhetik und Mythen. Die Arbeit greift die Legende von Penglai Island auf – einem sagenhaften Berg, bewohnt von Unsterblichen und umgeben von silbrig-weißer Natur. Das Solo erforscht metaphysische Konzepte, Rituale und die Verbindung von Mensch und Natur, wobei Stille, Bewegung und poetische Bildsprache eine meditative Erfahrung schaffen.

 

Bo-Jia Huang – Tänzer und Choreograf aus Taiwan, derzeit MA Movement Research an der Anton Bruckner Privatuniversität, Linz. Erfahrungen u. a. mit STRUDDANCEWA und Hofesh Shechter Company (Praktikum 2020). Eigene Arbeiten umfassen PU (Want To Dance Festival, 2019), Outbound (Seoul International Improvisation Dance Festival, 2023), Orogeny (Kyoto UrBANGUILD, Raumschiff Linz, 2025). Soloperformances u. a. in An Inscrutable Man (2016), Fight or Flight (2018), Between Shadow and Light (2018), Uprising tHE bAD (2020) und Body Detour 2022.

MUGA (Rotterdam, Netherlands)

DUO

 

Choreographer / Dancer: Francesco Paolino and Tom Blanc

 

Muga ist ein Duett über Leere, Identität und Transformation, inspiriert vom japanischen Konzept des „Nicht-Selbst“. In einer von Beschleunigung und Konformität geprägten Welt bewegen sich zwei Körper zunächst wie Automaten – bis eine Störung das System durchbricht.

Aus diesem Bruch entstehen Zweifel, Emotion und Individualität. Muga zeichnet den Weg von Entfremdung hin zu einer authentischen Präsenz und versteht Leere als Möglichkeit für Verbindung, Bewusstsein und ein neues Miteinander.

 

Francesco Paolino ist Tänzer und aufstrebender Choreograf mit Ausbildung in Italien und den Niederlanden, derzeit in Rotterdam tätig. Er arbeitete u. a. mit der Codarts Dance Company sowie Choreograf:innen wie Wayne McGregor und Johan Inger. Seine eigenen Arbeiten wurden international gezeigt und mehrfach ausgezeichnet, zuletzt beim Premio Roma Danza.

Tom Blanc ist Tänzer und Performer zwischen Frankreich und den Niederlanden. Er studiert an der Codarts und arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Kreation und Projektentwicklung. Seine Praxis verbindet technische Präzision mit Theatralität und einer klaren Bühnenpräsenz.

 

GAL (Bois Colombes, France)

SOLO

Choreographer / Dancer: Laura Arend (Choreographer) / Mathilde Plateau (Dancer) GAL ist ein cineastisches Solo und eine Feier weiblicher Kraft. Das Stück porträtiert jede Frau als Superheldin – eine, die ihren Umhang verdient hat. Es vergrößert die alltäglichen Kämpfe, Träume und Triumphe, die oft unbemerkt bleiben, und verwandelt sie in kraftvolle, heroische Gesten. GAL fängt Widerstandskraft und Mut in Bewegung ein und zeigt, dass jede Frau, unabhängig von ihrer Geschichte, eine außergewöhnliche innere Stärke trägt. Der Umhang fungiert dabei nicht als Kostüm, sondern als Symbol für Tapferkeit, Anmut und unaufhaltsame Kraft.

Mathilde Plateau – Tänzerin (Frankreich), ausgebildet in klassischem, Jazz- und zeitgenössischem Tanz sowie Circus und Theater. Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris (CNSMDP), Abschluss Master in Dance – Repertoire & Creation (2022). Zusammenarbeit mit Philippe Decouflé, Boris Charmatz, Laura Arend, Merlin Nyakam und Maison Hermès. Mitglied der Laboration Art Company (LAC) seit 2022. Starke Engagements in künstlerischer Vermittlung und Publikumskommunikation.

Laura Arend – Choreografin (Frankreich), Studium am CNSMDL Lyon und Jeune Ballet, Training am Merce Cunningham Studio, USA (2009). Engagement bei Kibbutz Contemporary Dance Company, Israel (2011). Choreografien u. a. YAMA, FIVE, ANNA, YIRO MIDAS, LEON; Auftragsarbeiten für Jeune Ballet Européen, Tel-Aviv Museum of Contemporary Art, Kammertballetten. Performances in Film (Notre Dame) und Runway-Events (Isabel Marant, Paris Fashion Week). Gründerin von GALA HOPE, einer Charity Dance Gala.

 

BOLOKO (Vitry-sur-Seine, France)

SOLO

Choreographer / Dancer: Karel KOUELANY BOLOKO – Lingala für „Gefängnis“ – ist eine choreografische Arbeit, die aus dem Alltag im Kongo entsteht. Das Solo macht die sichtbaren und unsichtbaren Begrenzungen der kongolesischen Gesellschaft erfahrbar: soziale Unterdrückung, politische Restriktionen, Identitätsspaltungen und mentale Gefängnisse. Durch den Körper wird spürbar, was oft internalisiert, stillgestellt oder normalisiert wird. Boloko schafft dichte Räume des Widerstands, in denen Individuen den Zwängen begegnen und zugleich die Möglichkeit der Transformation wahren.

Karel Kouelany – Tänzer, Choreograf und künstlerischer Leiter der Compagnie PIIRAMIID. Leidenschaft für Tanz und Kunst seit Kindheit, inspiriert von familiärer Tradition. Begegnung mit Nathalie Bikoro und Aimé Pane beim RIAC Brazzaville (2017) erweiterte seine Praxis um Video- und Performancekunst. Ausbildung und choreografische Arbeit u. a. bei Heemann Diephius, Michael Allibert und Patrick A-Cogny. Ziel: talentierte Tänzer:innen zusammenbringen, um die Realitäten afrikanischer Gesellschaften künstlerisch auszudrücken.