30 Jahre DIN A 13 tanzcompany
MOVEMENT UNBOUND
Dokumentarfilm von Miriam Jakobs und Gerhard Schick
Freitag 09. Oktober 2026, 19:00 Uhr – im Anschluss gibt es ein Nachgespräch
MOVEMENT UNBOUND ist eine bewegende Reise in die Lebenswelten von Tänzer:innen mit und ohne Behinderung, die durch die Kunst des Tanzes unsere Wahrnehmung auf Diversität in der Gesellschaft verändern.
MOVEMENT UNBOUND feierte im Mai diesen Jahres auf dem DOKfest München Weltprremiere. Das DOKfest München ist Deutschlands größtes Dokumentarfilmfestival und eine der relevantesten Plattformen für Dokumentarfilm in Europa. „Es ist eine wunderbare Auszeichnung, dass der Film dort gezeigt wird“, sagt Miriam Jakobs.
Und nicht nur, dass MOVEMENT UNBOUND es ins Festivalprogramm geschafft hat, der Film war außerdem nominiert für den all inclusive Dokumentarfilmpreis 2026 für Filmproduktionen, bei denen Filmschaffende mit Behinderung federführend beteiligt sind.
Auf einer Kinotour wird MOVEMENT UNBOUND in mehreren Städten und zahlreichen Schulen in ganz Deutschland zu sehen sein und so einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Tickets
Ticketreservierung für den 09.10.2026 bitte unter tickets@din-a13.de
Über das Filmteam
Miriam Jakobs studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Deutsche Philologie und Englische Philologie in Köln und besuchte die Sommerschule der Universität Cambridge, UK. Nach ihrem Magisterexamen 1997 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Köln und an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München, bevor sie sich als Filmautorin selbständig machte. Neben ihrer filmischen Arbeit unterrichtet sie als Dozentin an der HFF München und als Lehrbeauftragte an der ifs Köln.
Gerhard Schick studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Deutsche Philologieund Geschichte in Köln und Tel Aviv. Bereits während seines Studiums übernahm er Filmprojekte im In- und Ausland, seit seinem Magisterexamen 1999 arbeitet erinternational als Autor, Regisseur und Produzent, vorwiegend für das öffentlich-rechtliche Fernsehen (3sat, arte, WDR, BR, NDR, SWR) und das Goethe-Institut.Seit 2007 realisieren Miriam Jakobs und Gerhard Schick Filmprojekte gemeinsam als Autoren- und Produzententeam. Ihre Arbeiten – auch für das Netz im Bereich VR / AR / 360° – wurden mehrfach ausgezeichnet. Ihr Kinodokumentarfilm „Das dunkle Gen“ war in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis und war Teil des Programms Lola@Berlinale. Die 90-minütigen Dokumentationen „Die Kür ihres Leben“ und „Die Nummer Eins“ liefen mit großem Erfolg in der ARD, auf arte, dem WDR, SWR, BR und MDR. Seit 2012 besteht eine Zusammenarbeit mit dem Beethovenfest Bonn, in deren Kontext immer wieder Projekte im Spannungsbereich Film und Musik entstehen.
Visuelles Konzept und Ton
Unsere Kamera übersetzt die Bühnen-Bilder in filmische Bilder. Die Interventionen der Performer*innen werden nicht nur dokumentiert, sondern auch für die Kamera inszeniert. Die Kamera ist Teil des Geschehens, sie bewegt sich um die Körper herum, nähert sich nah an, nimmt wieder erleichternde Distanz ein. Sie begibt sich in ungewohnte Perspektiven. Sie fängt die Orte des Geschehens ein, sie ist während der Probe dabei so wie auf der Bühne. Auf der Tonebene wird die Frage verhandelt, was bei den Interventionen im Inneren der Beteiligten, Performer*innen wie Zuschauende, vorgeht. Lassen sich Ausgrenzungserfahrungen musikalisch abbilden? Es stellen sich ethische und kompositorische Fragen. Wir wollen die Filmmusik hier weniger dramaturgisch denken, vielmehr wollen wir den filmischen Raum und den musikalischen Raum zusammenführen, so dass gedankliche Räume entstehen können. Der Komponist Frank Schulte arbeitet im Spannungsfeld komponierter und site-specific aufgeführter szenischer Musik in Zusammenarbeit mit Performance-Künstler*innen, Tänzer*innen und Schriftsteller*innen. Er entwickelt Geräuschgeschichten, Dreamscapes und Musik für Filme des Unbewussten in einer persönlichen Sprachform – wir erwarten bei unserem Projekt, bei dem Zeit und Raum aus den Fugen geraten sind, eine äußerst produktive Zusammenarbeit zwischen Bild und Ton. Ein besonderer Fokus liegt auf den Reaktionen der Bewohner*innen und Passant*innen der bespielten Orte – und damit auf einer übergeordneten Ebene den Reaktionen der Gesellschaft.
Die Perfomer*innen beziehen die anwesenden Zuschauenden immer wieder aktiv mit ein und loten aus, an welchem Punkt sie mitgehen oder auf Widerstand stoßen. Damit versuchen sie, die Menschen dazu zu bringen, einen Standpunkt zu von der Norm abweichenden Körpern zu entwickeln.
