FAUL&HÄSSLICH
GERD, ich bleibe bei dir
Freitag 02.10.2026, 19:30 Uhr – Premiere
Samstag 03.10.2026, 19:30 Uhr
Sonntag 04.10.2026, 19:30 Uhr (Nachgespräch mit Biba Oskar Nass im Anschluss)
Weitermachen, wo du unterbrochen wurdest. Leerstellen füllen. Körper fragmentieren. Deinen Namen aus Buchstaben zusammensetzen. Mich aus Geschichten herausschreiben und mir die Lücken zurückholen. Sich einem Menschen nähern, der nicht mehr da ist.
Gerd, wie findest du meinen Namen?
Er antwortet nicht.
Natürlich antwortet er nicht.
GERD ist eine dokumentarische Theater-Performance über Gerd Katter, einen transmaskulinen Menschen, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin lebte und einer der ersten war, der offiziell eine Personenstandsänderung beantragte.
Ausgehend von deren Essay Blau entwickelt Biba Oskar Nass einen Text, der dokumentarische und fiktionale Elemente miteinander verbindet. Die Inszenierung bringt diesen Text mit Archivmaterial, autobiografischen Audioaufnahmen von Gerd Katter und Stimmen aus der queeren Community zusammen.
Im Zentrum stehen Körper als Orte von Erinnerung und Selbstbestimmung. Die Performance fragt nach dem, was queere Geschichte bewahren kann – und nach dem, was verloren geht, wenn Namen, Biografien und Räume ausgelöscht werden. Wo liegen historische Bezugspunkte in einer Gegenwart, in der trans und queere Menschen erneut um Rechte kämpfen?
Nach der 2023 entwickelten Performance anastasius – don’t call me by my deadname widmet sich das queerfeministische Kollektiv FAUL&HÄSSLICH. erneut historischen transmaskulinen Lebensrealitäten und ihrer Sichtbarmachung und ist damit bereits die dritte Zusammenarbeit von Mare Kraus und Ria Unverzagt.
Gefördert vom NRW Landesbüro der freien darstellenden Künste und der Stadt Köln.
Text: Biba Oskar Nass
Bühnenfassung: Mare Kraus, Ria Unverzagt
Produktion / Konzept: Mare Kraus, Ria Unverzagt
Inszenierung: Mare Kraus, Ria Unverzagt, Malin Assmus
Spiel: Mare Kraus, Malin Assmus
Bühne / Kostüm: Annika Garling
Ton / Lichtdesign: Vito Oliveira Azevedo
Grafikdesign: Peter Kraus
Fotografie: Tizian Hollweck
CONTENT NOTE / Inhalte der Performance:
Transfeindlichkeit, Dysphorie, selbstverletzendes Verhalten, (familiäre) Traumata, Blut, Tod. Bitte schätze selbst ein, ob du dich dem aussetzen willst und/oder kannst.
